Technik & Verfahren

Technik & Verfahren

Untersuchungsverfahren

Unsere wichtigsten Werkzeuge bestehen aus ärztlicher Erfahrung, dem genauen ärztlichen Blick mit Endoskop/Mikroskop und ärztlicher Empathie. Um den Zustand von Ohr, Nase, Nasennebenhöhlen, Mundhöhle, Rachen, Kehlkopf und Weichteile des Halses vollumfänglich zu erfassen, arbeiten wir ganzheitlich und erheben unsere Befunde sowohl mikroskopisch, endoskopisch, stroboskopisch, flexibel endoskopisch sowie sonographisch.

Diese werden durch ein breites Spektrum hochmoderner technischer Ausstattung ergänzt. Die moderne diagnostische Technik unserer Praxis ermöglicht uns, Ursachen zu finden und sanfte Therapien zu entwickeln. 

Dabei setzen wir unablässig auf neueste Technik und deren stetige Verbesserung und scheuen auch keine Investitionen zu Erhalt und Ausbau unserer Ausstattung. Sowohl für die Diagnostik als auch für Therapien steht vom Mikroskop bis zum Schlaflabor eine hochmoderne und umfangreiche technische Einrichtung zu Ihrer Genesung zur Verfügung.

Durch tiefgreifendes Wissen und fachliche Expertise können wir den Therapieaufwand minimieren und zum Beispiel mithilfe der strahlenarmen DVT-Technik operative Planungen präzisieren. Dadurch können Eingriffe so wenig invasiv wie möglich gestaltet und der operative Stress verringert werden.

Digitale Volumentomographie

Die digitale Volumentomographie der Firma Morita zur Bildgebung von Nase, Nasennebenhöhlen und Ohr zeichnet sich durch sehr hohe Bildgenauigkeit bei sehr niedriger Strahlenbelastung aus. Die Untersuchung kann in sitzender Haltung in kurzer Untersuchungszeit (circa 2 Minuten) durchgeführt werden. 

Auch Zahnstrukturen in Nachbarschaft zur Kieferhöhle können bisher unerreicht genau dargestellt werden und geben wertvolle Hinweise zur Ursache einer Entzündung der Nasennebenhöhlen. Aufgrund der niedrigen Strahlenbelastung steht erstmals auch eine radiologische genauere Akutdiagnostik mit höchster Bildqualität zur Verfügung.

PH-Metrie & Reflux

Der Säure-Reflux vom Magen bis in den Rachen mit chronischer Rachen- und Kehlkopfentzündung, Stimmstörung oder Lungenerkrankung (Asthma) gewinnt in der Diagnostik der HNO-Heilkunde große Bedeutung.

Bereits die Untersuchung der unteren Rachenregion und des Kehlkopfes gibt Rückschlüsse auf eine Säure-/Säure-Gas-Belastung im Bereich der oberen Atemwege. Seit Januar 2010 steht eine wenig invasive Säure-Gas-Messung mit 24-Stundenmessung zur Verfügung. 

Dadurch können in wenig belastender und repräsentativer Weise Ergebnisse zur Säurebelastung oder auch zur Verbesserung der medikamentösen Einstellung mit Säureblockern (z.B. Omeprazol) gewonnen werden.

Otoakustische Emissionen

Otoakustische Emissionen sind Töne, die wörtlich “aus dem Ohr herauskommen”. Diese Töne werden von den Haarzellen des Corti-Organs in der Schnecke erzeugt und entgegen der primären Flussrichtung des Schalls retrograd emittiert. 

Das heißt, die Emission verlässt das Corti-Organ über das ovale Fenster und gelangt über Trommelfell und Gehörgang nach außen. 
Dort sind diese Emissionen über ein Messmikrofon nachweisbar. Dieses patientenunabhängige Messverfahren wird auch beim Neugeborenen-Hörscreening angewandt.

Tympanometrie

Die Tympanometrie gehörte zu den objektiven Messverfahren der Audiologie. Anhand der Messung des akustischen Widerstandes des Trommelfells wird auf indirektem Weg der Druck im Mittelohr gemessen. 

So kann ein pathologischer Mittelohrinhalt (z.B. ein Erguss) nachgewiesen oder der Zustand der Gehörknöchelchenkette beurteilt werden.

Impedanzmessung

Mit Stapediusreflex bezeichnet man einen Muskelreflex des Gehörs, der das Innenohr vor Schäden durch lauten Schall schützt. Durch eine Impedanzmessung (Widerstandsmessung) am äußeren Gehörgang lässt sich der Einsatz des Muskelreflexes beobachten und zu diagnostischen Zwecken nutzen. 

Dazu wird in den äußeren Gehörgang die Sonde eines Tympanometers luftdicht eingesetzt. Der Reflex wird durch Töne variabler Lautstärke ausgelöst und bei verschiedenen Frequenzen gemessen.

Tonaudiogramm

Das Tonaudiogramm (Hörkurve) beschreibt das subjektive Hörvermögen für Töne, also die frequenzabhängige Hörempfindlichkeit des Patienten.
 

Mit einem Tonaudiogramm können Aussagen über das Ausmaß und manchmal auch über die Ursachen eine Hörstörung gemacht werden.

Hirnstammaudiometrie

Die Hirnstammaudiometrie (Brainstem electric response audiometry) ist eine Untersuchung, mit der Erkrankungen des Hörnervs und des Hirnstammes, aber auch der Reifungszustand der Hörbahn bestimmt werden kann. 

Es handelt sich dabei um eine Ableitung von elektrischen Signalen am Kopf nach schnell wiederholtem akustischem Reiz.

Labor-/Blutuntersuchungen

Zur Beurteilung bestimmter Infektionen oder deren Verlaufes leisten uns Blutuntersuchungen eine wertvolle Hilfe, z.B. bei Pfeifferschen Drüsenfieber oder einer chronischen Streptokokken-Tonsillitis. 
Auch kann zum Beispiel ein Eisenmangel im Blut eine Infektneigung erklären.

Thermische Vestibularisprüfung

Durch Spülung des Gehörganges mit 44°C warmen Wasser wird das Gleichgewichtsorgan im Innenohr gereizt, um damit Erkenntnisse über den Funktionszustand des Gleichgewichtsapparates im Innenohr (Bogengänge) zu gewinnen.

Videonystagmographie

Videonystagmographie zeichnet standardisiert Messergebnisse nach thermischer Reizung der Bogengänge auf.

Sonographie von Nasennebenhöhlen und Halsweichteilen

Mithilfe von Ultraschall können insbesondere die Halsweichteile
(z.B. Schilddrüse oder Speicheldrüsen) morphologisch sehr gut bestimmt werden.

Allergietestung

Allergietests dienen dem Nachweis vona Überempfindlichkeiten gegen bestimmte Stoffe (Allergene), an denen der Patienten leidet. Dabei werden unterschiedliche Verfahren angewandt, wie beispielsweise der Quicktest (engl. prick:Einstich). 

Dieser erfolgt zum Nachweis einer sog. Typ1 Allergie, wie z.B. bei Sensibilisierung gegen Gräser oder Tierhaare. Hierbei wird ein definierter Allergenextrakt auf die Haut aufgetropft und anschließend mit einer Lanzette leicht eingeritzt. 

So kann die Substanz in die Haut eindringen und nach 20 Minuten eine Testreaktion abgelesen werden.

Gleichgewichtsdiagnostik

Schwindel kann die unterschiedlichsten Ursachen haben. Häufig entsteht er aus widersprüchlichen Informationen von Sinnesorganen wie Augen, Gleichgewichtsorganen der Innenohren sowie Muskeln- und Gelenkrezeptoren, die am Gleichgewichts
empfinden beteiligt sind.
 

Durch modernste Diagnoseverfahren stellen wir die vorliegende Schwindelursache genauestens fest, damit eine ursächliche Therapie erfolgen kann.

Mikrobiologischer Abstrich

Mit Hilfe eines sterilen Warteträgers wird aus einem Infektionsherd Material (z.B. Schleim) entnommen. Diese Warteträger wird in einem Mikrobiologielabor auf Nährböden ausgestrichen. 

Nach Bebrütung lassen sich bestimmte Bakterien isolieren und ihr Widerstandsverhalten gegen Antibiotika bestimmen. Dadurch kann eine antibiotische Therapie gezielt ausgewählt werden.

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